ZUKUNFTSPERSPEKTIVE
VERANT- WORTUNG DURCH MODER- NISIERUNG
Die Adelholzener Alpenquellen GmbH entwickelt ihren traditionsreichen Standort in Siegsdorf schrittweise und nachhaltig weiter, um auch künftig eine leistungsfähige, ressourcenschonende und moderne Produktion sicherzustellen.
Ziel der langfristig angelegten „Perspektive 2040“ ist es, bestehende Strukturen behutsam zu optimieren, innerbetriebliche Abläufe weiter zu verbessern, den Standort effizienter zu gestalten und sie an heutige und zukünftige Anforderungen anzupassen. Dazu zählen insbesondere Fortschritte bei Energieeinsatz und Ressourcenschonung, die Reduzierung von Emissionen sowie die Verbesserung von betrieblichen logistischen Abläufen und Arbeitsbedingungen.
Das Werk ist über viele Jahrzehnte gewachsen und wurde angepasst. Diese gewachsene Struktur bildet die Grundlage des heutigen Betriebs. Gleichzeitig ergeben sich aus den historisch entwickelten Strukturen Optimierungspotenziale, etwa bei der Anordnung von Anlagen, internen Wegen und betrieblichen Abläufen.
Die geplanten Maßnahmen stellen eine langfristige Investition in die Sicherung und Weiterentwicklung des Standorts dar – technisch, ökologisch und wirtschaftlich.
Wir handeln seit jeher nachhaltig und haben unsere Planungen in den vergangenen Jahren frühzeitig transparent gemacht. Diesen Dialog führen wir weiter und zeigen, was wir bereits erreicht haben und wie wir unseren Standort künftig weiterentwickeln.
/ Geschäftsführer
OPTIMIERTE BETRIEBLICHE INFRASTRUKTUR
MODERNE PRODUKTIONSPROZESSE
Im Zuge der vorgesehenen Sanierungs- und Weiterentwicklungsmaßnahmen werden die betrieblichen Strukturen am Standort gezielt angepasst, um bestehende Effizienzpotenziale systematisch zu nutzen. Dies umfasst insbesondere eine deutliche Reduzierung des Wasser- und Energieeinsatzes durch den Einsatz moderner Technologien.
Durch die Weiterentwicklung der Werksstruktur können betriebliche Abläufe verbessert und innerbetriebliche Wege verkürzt werden, was insgesamt zu einer effizienteren Organisation des Standorts beiträgt.
Der Standort Adelholzen steht seit jeher für hohe Standards im Bereich Arbeitsschutz und Arbeitsbedingungen. Gesetzliche Anforderungen und technische Entwicklungen erfordern die bestehenden Strukturen kontinuierlich anzupassen, um dieses hohe Niveau auch künftig sicherzustellen und weiter zu stärken.
EFFIZIENTE LOGISTIK
WENIGER BELASTUNG FÜR DIE UMGEBUNG
Die Logistikprozesse am Standort werden schrittweise neu organisiert und durch neue Lagerkapazitäten werden externe Transporte auf ein Minimum reduziert. Der Rückgang von Außenlagerflächen führt zu weniger Verkehr und weniger CO₂. Die komplette innerbetriebliche Logistik wird derzeit auf elektrischen Antrieb umgesetzt. Auch kommen verstärkt elektrisch betriebene LKW für den regionalen Transport zum Einsatz.
Durch die Umsetzung der einzelnen Bauabschnitte treten diese Effekte sukzessive ein. Gleichzeitig ist durch die Modernisierung des Werks insgesamt mit veränderten Verkehrsbewegungen zu rechnen. Für den lokalen und regionalen Transport wird zunehmend auf elektrisch betriebene Fahrzeuge gesetzt. Damit verbunden ist eine Entlastung im Hinblick auf Licht- und Lärmemissionen.
NACHHALTIGES HANDELN
ENERGIEEFFIZIENTE BAUWEISE
Wo immer möglich, werden bestehende Hallen und Gebäude weiter genutzt, um wertvolle Ressourcen zu schonen. Neue Gebäudeteile entstehen in einer energieeffizienten Bauweise mit hochwertig gedämmter Gebäudehülle und tragen so zur Reduzierung des Energieverbrauchs und zum Klimaschutz bei.
Begrünte Dächer verbinden ökologische und funktionale Vorteile: Sie fügen das Werk in die umliegende Natur ein, schaffen Lebensräume für Pflanzen und Insekten und verbessern das Mikroklima am Standort. So wirken Dächer als natürlicher Puffer und helfen, das Klima in den Hallen zu regulieren. Gleichzeitig leisten sie einen Beitrag zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Niederschlagswasser, indem sie Regen zurückhalten und zeitlich verzögert abgeben. Ein abgestimmtes Entwässerungskonzept mit Rückhalte- und Steuerungselementen, das eine kontrollierte Ableitung gewährleistet, entlastet das Hochwassermanagement insgesamt.
KLIMA SCHÜTZEN
WEITERENTWICKLUNG DES ENERGIEKONZEPTS
Die Energieversorgung des Standorts wird im Zuge der Weiterentwicklung gezielt modernisiert und effizienter organisiert.
Durch den Ausbau der Wärmerückgewinnung kann ein wesentlicher Anteil des Warmwasserbedarfs ressourcenschonend gedeckt und der Einsatz fossiler Energieträger weiter reduziert werden. Auch im Bereich der Kältetechnik kommen moderne Anlagen mit natürlichen Kältemitteln zum Einsatz.
Die Nutzung erneuerbarer Energien wird kontinuierlich ausgebaut. Die Photovoltaikanlagen auf den Produktionshallen werden durch Speicherlösungen ergänzt, um die Eigenversorgung weiter zu stärken.
Die Planung ist darauf ausgelegt, flexibel auf zukünftige Entwicklungen im Energiesektor reagieren zu können. Insgesamt wird eine deutliche Reduzierung der CO₂-Emissionen angestrebt; auf Basis der aktuellen Planungen wird eine Einsparung von rund 4.000 Tonnen CO₂ pro Jahr erwartet.
TEMPORÄRE EINSCHRÄNKUNGEN
ANPASSUNG DER VERKEHRSINFRASTRUKTUR
Im Zuge der Weiterentwicklung des Standorts wird ab Oktober 2026 die Kreisstraße TS 3 in Abstimmung mit dem Landkreis Traunstein auf einem Teilabschnitt neu trassiert und um rund 80 Meter nach Osten verlegt.
Parallel dazu wird der bisherige Mitarbeiter- und Besucherparkplatz in eine zentrale Mobilitätsdrehscheibe innerhalb des Werksgeländes überführt. Dadurch entfällt künftig für Mitarbeiter die Querung der Kreisstraße.
Die Maßnahmen tragen insgesamt zu einer verbesserten Verkehrsorganisation und zu einer Erhöhung der Verkehrssicherheit im Umfeld des Werks bei.
NEUE MOBILITÄTSDREHSCHEIBE
ZEITGEMÄSSE ERSCHLIESSUNG DES STANDORTS
Am südlichen Rand des Werksgeländes ist eine neue zentrale Zufahrt für Mitarbeiter und Besucher vorgesehen. Die Mobilitätsdrehscheibe bündelt künftig den ruhenden Verkehr am Standort und schafft zusätzliche Kapazitäten für Pkw, Zweiräder sowie Ladeinfrastruktur für elektrisch betriebene Fahrzeuge.
Die Sozialräume und Umkleiden für bis zu 850 Mitarbeiter sind in die Mobilitätsdrehscheibe integriert. Damit entstehen moderne und bedarfsgerechte Flächen, die den Anforderungen eines zeitgemäßen Betriebs gerecht werden.
Für Besucher bleibt der Zugang zu den bestehenden Besuchereinrichtungen zunächst erhalten. Im weiteren Ausbau ist eine angepasste Wegeführung von der Mobilitätsdrehscheibe in Richtung der Wasserwelt vorgesehen.